Die Wichtigkeit der Sockelabdichtung

Wenn es um Sockelabdichtungen geht, geht es um ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden.

Die meisten Sockelabdichtungen werden üblicherweise mithilfe eines mineralischen Dichtungsschlamms ausgeführt. Wer einen Sockel abdichten will sollte jedoch bedenken, dass dieses Verfahren einen Nachteil hat. Der mineralische Schlamm haftet nur auf einem mineralischen Untergrund. Angebracht werden müssen die Sockel daher bei einem Neubau vor der sogenannten bituminösen, erdberührten Abdichtung. Bei dem neuen sogenannten MB 2K ist die Sache jedoch anders, denn die Eigenschaften von mineralischen Dichtungsschlämmen und kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen werden bei diesem Produkt in einem vereint. Doch warum genau ist es eigentlich so wichtig, einen Sockel abzudichten?

Die Wichtigkeit der Sockelabdichtung

Zu einem dauerhaften trockenem Baukörper gehört natürlich auch der Sockelbereich, der ebenfalls dauerhaft abgedichtet sein sollte. Belastet wird der Sockel durch Spritzwasser, Temperaturschwankungen, Salze sowie durch Tauwechsel und Frost.

Ein lückenloser Übergang von der Perimeter-Dämmung zu der sogenannten wärmegedämmten Fassade muss außerdem geschaffen werden. Damit eine homogene Abdichtung erzeigt werden kann und dadurch auch Spätschäden vorgebeugt werden ist es entscheidend, wie genau die Fassade ausgeführt wird.

Je nach Fassadenart können im Sockelbereich unterschiedliche Abdichtungen aus flexiblen Dichtungsschlämmen oder Bitumendickbeschichtungen sowie Reaktivabdichtungen ausgeführt werden.

Schuld ist das Wasser!

Sockelkonstruktionen gibt es wie Sand am Meer. Entweder werden sie gedämmt, verputzt oder sind steinsichtig. Immer wieder kommt es jedoch zu Ausführungsproblemen, weshalb der Sockel oftmals an erster Stelle der Bauschäden steht.

Schäden an den Sockeln der Gebäude sind fehlende, mangelhaft ausgeführte oder nicht fachgerecht geplante Abdichtungen. Meist sind es die Feuchtigkeit oder Salze, die für die Bauschäden verantwortlich gemacht werden können. Die Schäden werden an älteren Bauwerken oft durch Salzausblühungen, Putzzerstörungen oder durch Feuchtehorizonten sichtbar.

Manchmal böckelt die Fassade praktisch ab, manchmal kommt es zu einem flächigen Abplatzen. Wenn es um die Instandsetzung geht, muss zuerst die Ursache gefunden und bekämpft werden. Erst danach kann der Schaden repariert werden.

Ein Handwerker muss also zur Ursachenbekämpfung, den Zutritt der Feuchtigkeit in das Mauerwerk dauerhaft unterbinden. Erst dann ist die Sanierung gelungen. Der Feuchtigkeitseintritt kann bei einem Mauerwerk jedoch wiederum unterschiedliche Ursachen haben. Die Untersuchung sowie die Bestimmung der „Feuchtigkeitsquelle“ gehört also ebenfalls dazu. Auch die vorhandenen Gehalte und Salze müssen untersucht werden, bevor mit der Sanierung begonnen werden kann.

Die Belastung durch Streusalz

Im Winter werden viele Sockel, die sich in unmittelbarer Straßennähe befinden, oft zusätzlich durch Spritzwasser und Streusalze belastet. Oft sind es vorbeifahrende Fahrzeuge, die Schuld daran sind. Die Salzlösung wird den Kapillarsog aufgenommen und es kommt zu einer hygroskopischen Feuchtigkeitsaufnahme. Ein Konzentrationsgefälle entsteht an der oberflächennahen Zone.

Streusalze senken den Gefrierpunkt von Wasser ab, weshalb es zu unterschiedlichen Gefrierverhalten kommen kann. Kommt es zu einem langanhaltenden Frost, ist es die innerste Schicht der Sockelverkleidung, die zuerst gefriert. Danach folgt die Oberschicht und am Ende ist es der Übergang der Schichten, der gefriert.

Die Putze können die Druckwirkung, die dabei entsteht einfach nicht aufnehmen und platzen daraufhin a. Bei Ziegelsockeln oder Natursteinen findet man die schollenartigen Absprengungen, die Anzeichen für das Problem sind.

Man sieht also, wie wichtig es ist, den Sockel zu beachten und für eine gelungene Konstruktion zu sorgen!