Vom Grundriss bis zum Aufbau – so planen Sie Ihre perfekte Küche

Wenn Sie sich eine neue Küche anschaffen, lohnt es sich, einige Zeit in die Planung zu investieren.

Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Wie viel Platz und welches Budget habe ich zur Verfügung? Welcher Küchenform passt zu mir? Wie sinnvoll ist eine ergonomische Küche? Wir geben Ihnen wertvolle Tipps und zeigen, was Sie bei der Planung Ihrer Küche vom Grundriss bis zur Anordnung der einzelnen Küchenelemente beachten sollten.

Der Grundriss

Bevor Sie sich im Internet oder in einem Möbelhaus nach konkreten Angeboten umsehen, sollten Sie einen genauen Grundriss anfertigen. Nur so wissen Sie, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben. Je genauer Sie dabei vorgehen, desto besser.

  • Messen Sie die Höhe, Breite und Länge des Raums aus. Verwenden Sie dazu einen bestimmten Maßstab (z. B. 1:10).
  • Zeichnen Sie alle Steckdosen, Fenster und Türen ein. Markieren Sie außerdem, wo sich die Anschlüsse für Herd, Spülmaschine und Dunstabzug befinden.
  • Tragen Sie ein, wie weit sich die Türen und Fenster öffnen lassen.
  • Wenn es Dachschrägen, Nischen oder Ausbuchtungen gibt, sollten Sie diese ebenfalls in Ihrer Planung berücksichtigen.

Kopieren Sie sich den fertigen Plan mehrmals, damit Sie nach Belieben verschiedene Stellvarianten und Einrichtungskonzepte ausprobieren können.

Das verfügbare Budget

Legen Sie sich einen realistischen Preisrahmen fest und planen Sie dabei einen Puffer von mindestens zehn Prozent ein, falls beim Aufbau beispielsweise ein Möbelstück kaputtgeht, das Sie ersetzen müssen. Ihr Budget sollten Sie stets im Blick haben, sonst kann die Küche schnell unerwartet teuer werden. Erstellen Sie anschließend eine Prioritätenliste. Auf ihr steht, was Sie sich gern wünschen. Wenn der Platz oder das Budget nicht ausreicht, müssen Sie einen Teil davon streichen. Mögliche Inhalte einer solchen Liste sind:

  • Küchenform
  • Bestimmtes Material oder besondere Farbe
  • Ausstattung (z. B. Induktionsherd)
  • Lautstärke und Stromverbrauch der Elektrogeräte
  • Essplatz
  • Apothekerschrank
  • Kücheninsel

Sie können während des Planungsprozesses jederzeit Posten streichen oder die Liste ergänzen.

Die Küchenform

Die meisten Küchen haben eine der folgenden Formen. Sie haben jeweils folgende Vor- und Nachteile:

Küchenform

Vorteile

Nachteile

Einzeilig

für längliche und schmale Räume geeignet

wenig Stauraum (für Familien meist zu klein)

Zweizeilig

bietet mehr Stauraum als einzeilige Küchen

Arbeitsfläche unterbrochen

L-Form

die Laufwege sind kürzer

Rondelle in den Eckschränken notwendig

U-Form

viel Stauraum und kurze Laufwege

große Grundfläche nötig

Komplexe Wohnküchen

Individuelle Gestaltungsspielraum sehr groß, z. B. Kücheninsel und Übergang in den Essbereich möglich

Je komplexer die Küche, desto teurer

 

Ordnen Sie die einzelnen Küchenelemente so an, dass Ihre Laufwege möglichst kurz sind. Dies gelingt Ihnen, indem Sie ein sog. Arbeitsdreieck zwischen Herd, Spüle und Kühlschrank anlegen. Innerhalb dieses gedachten Raums sollten Sie über eine ausreichend große Nutzfläche auf der Arbeitsplatte verfügen. Die Küchenutensilien, die Sie am häufigsten brauchen, befinden sich von dort aus in Griffnähe.

Eigentlich sollte jede Küche ergonomisch sein, andernfalls drohen Haltungsschäden. Wenn Sie bereits Rückenprobleme haben, sollten Sie Ihre Kücheneinrichtung unbedingt individuell an Ihre Körpergröße anpassen. So finden Sie die idealen Maße einer ergonomischen Küche: Das Kochfeld sollte ca. 10 bis 15 cm niedriger sein als die Arbeitsplatte. Das Spülbecken sollte hingegen etwas höher liegen, da Sie in dieses hineingreifen, wenn Sie sich um den Abwasch kümmern. Die Grundhöhe erhalten Sie, wenn Sie sich vor die Arbeitsplatte stellen, Ihre Oberarme anlegen und die Unterarme im rechten Winkel nach vorne halten. In dieser Position sollte Ihre Arbeitsplatte 15 cm unterhalb Ihrer Hände liegen. Die Spülmaschine und der Herd sollten so hoch sein, dass Sie sich nicht bücken oder nach oben strecken müssen. Sie sollten die Ergonomie an dem Haushaltsmitglied anpassen, das die Küche im Alltag am häufigsten benutzt. Weitere Infos dazu sowie Tipps, wie Sie Ihre Küche effektiv einrichten oder wie Sie schmale Nischen sinnvoll nutzen, finden Sie auf kuechenquelle.de.

Aktuelle Küchentrends

Besonders beliebt sind in diesem Jahr sockellose Küchen und kubistische Formen. Wählen Sie dabei allerdings eher gedeckte Farben wie Anthrazit, Schwarz oder helle Töne. Mit kontrastreichen Elementen aus Holz oder Granit setzen Sie dann optische Akzente. Jedes Material hat Vor- und Nachteile; das gilt nicht nur für die Fronten, sondern auch für die Armaturen und den Boden. Ob Ihnen dabei matte oder glänzende Flächen besser gefallen, bleibt Ihnen überlassen.