Glücklicher werden mit Wohneigentum: Haus ist Trumpf

Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den eigenen vier Wänden und dem glücklicher Werden?

Die LBS Stiftung Bauen und Wohnen gab eine Studie in Auftrag, die unter anderem diesen Fakt untersuchen sollte. Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim kommt zu dem Schluss, dass das eigene Zuhause gleichzeitig ein Grundbedürfnis und ein soziales Gut darstellt.

Verbundenheit, Kontakte und Engagement

Der Mensch kann im gemeinsamen Tun mit anderen Menschen Glücksmomente gewinnen. Wohneigentümer bauen zur Region oft eine starke Verbundenheit auf. Sie beginnen, sich zu engagieren. Vereine, Kirchgemeinden, Initiativen und Dorfgemeinschaften entwickeln sich zu einer sozialen Heimat. Die Nachbarn bleiben nicht anonym, Freundschaften wachsen. Ein "Wir-Gefühl" entsteht, welches sich positiv auf alle anderen Lebensbereiche auswirkt. Sie finden schnell Helfende, die die Kinder betreuen oder bei der Gartenarbeit helfen. Bei Ihrer Abwesenheit kümmert sich ein Bekannter um die Post und das Haus. Sie können die Menschen auf der Straße grüßen und Ihre Freundlichkeit wird erwidert. Ein kleines Gespräch belebt den Alltag. Die soziale Komponente gleicht viele andere Faktoren aus. Stressige Arbeit, Ärger oder gar Krankheiten können besser bewältigt werden, weil Ihr Umfeld als ruhiger Pol agiert. So können Sie und Ihre Lieben leicht glücklicher werden.

Die Wohnsituation stellt zufrieden

Wohneigentümer finden ihre aktuelle Lebens- und Wohnsituation generell besser als Mieter. Sie haben das Gefühl, Ihr eigenes Daheim gestalten und finanzieren zu können. Dadurch erfüllt sich ein Urbedürfnis des Menschen, wichtige Entwicklungsaspekte gelingen. Der Vermieter spielt keine Rolle mehr, Sie verhandeln selbst mit Behörden, Banken, Firmen, Handwerken und Versorgungsträgern. Bereits die Kaufentscheidung für eine Immobilie erfreut Sie. Ein großer Schritt im Leben wird bewältigt, der Bestätigung vermittelt. Der Einzug verstärkt Ihr Hochgefühl weiter. Die Zahlung der letzten Kreditrate löst einen ähnlichen Stolz aus, der Sie glücklicher werden lässt.

Persönliche Unterschiede beim Glücksempfinden

Immobilien stellen aber immer wieder vor neue Aufgaben. Sind Sie der Typ dafür, sich den berühmten "Anforderungen der Ebene" zu stellen? Spornt Sie die Unterhaltung der Immobilie an? Dann können Sie ganz neue Glücksmomente erleben. Ein eigenes Haus ist nie fertig. Irgendwann steht die erste Renovierung an, die Heizung muss gewechselt werden oder der Zaun ist verfault. Sie können im Vorfeld eigentlich nicht so genau einschätzen, ob Sie das mit Elan bewältigen wollen und werden. Viele Menschen wachsen ganz enorm mit ihren Aufgaben. Es kommt zu positiven Ergebnissen, an die vorher niemand gedacht hätte. Wenn Sie das erste Stück Zaun selbst erneuert haben, werden Sie glücklicher werden. Doch die Empfindung von Hochgefühlen ist sehr subjektiv. Das glücklicher Werden fordert auch Zugeständnisse und ein Arbeiten an der eigenen Persönlichkeit.