Eigentumswohnung kaufen: Wie wichtig ist die Instandhaltungsrücklage?

Der Kauf einer Eigentumswohnung hat eigene Regel. Bei den Verhandlungen steht nicht nur der Wert der Immobilie im Fokus. Auch die Höhe der Instandhaltungsrücklage spielt beim Kaufpreis eine Rolle.

Jeden Monat zahlt jedes Mitglied der Eigentümergemeinschaft einen festgesetzten Betrag für Instandsetzungs- und Renovierungskosten mit dem Hausgeld ein. Davon wird beispielsweise die Fassade renoviert oder eine neue Heizung eingebaut. Beim Verkauf geht das vorhandene Guthaben grundsätzlich an den Käufer über, da eine Auszahlung an den Vorbesitzer gesetzlich verboten ist.

Exakte Höhe der Rücklage erfragen

Wie viel Geld in diesem Topf ist, hängt sowohl vom Alter des Hauses als auch den Baukosten für die getätigten Arbeiten ab. Es kann sich dabei jedoch um einen erheblichen Betrag handeln, der sich auf den Kaufpreis der Wohnung auswirkt. Eine sinnvolle Preisverhandlung ist also erst möglich, wenn belastbare Informationen darüber vorliegen, wie hoch der Anteil an der Instandhaltungsrücklage für die angebotene Wohnung ist. Auskunft darüber gibt der Verwalter, den die Eigentümergemeinschaft eingestellt hat. Zu seinen Pflichten gehört es, einmal jährlich eine Abrechnung dieser Position zu erstellen.

Wichtig: Nur die tatsächlich erbrachten Leistungen sind relevant. Noch ausstehende Zahlungen dürfen nicht als Guthaben zur Instandhaltungsrücklage hinzugezählt werden.

Rücklage ist nicht steuerpflichtig

Die Höhe der Instandhaltungsrücklage ist für den Käufer auch als steuerlichen Gründen von Bedeutung. Für den Erwerb der Eigentumswohnung muss Grunderwerbssteuer gezahlt werden, für dieses Guthaben jedoch nicht, darauf weist immobilienspot.com hin. Deshalb empfiehlt es sich dringend, im Kaufvertrag festzuhalten, welcher Betrag am Kaufpreis der Rücklage zuzuschlagen ist. Bei einer hohen Summe ist eine Steuerersparnis in drei- bis vierstelliger Höhe realistisch.