Deutschlands B-Städte – aussichtsreiche Immobilienmärkte abseits der Metropolen

München, Hamburg, Frankfurt, Berlin – Deutschlands größten Metropolen sind allseits gefragt und entsprechend ziehen nicht nur die Mieten, sondern auch die Kaufpreise für Immobilien immer weiter an. Investitionen werden nicht nur kostspieliger, sondern auch riskanter. Abseits des Immobilien-Booms in den Großstädten der Republik mausern sich derweil Deutschlands B-Städte zu den neuen Stars am Immobilienmarkt.

Die sogenannten B-Standorte sind geheime Perlen am Immobilienmarkt, denn sie vereinen günstigere Preise mit vielversprechender Zukunftsperspektive. Vor allem sind dies westdeutsche Städte mit vielseitigem Kultur- und Freizeitangebot, großen Universitäten sowie Städte, die sich als beliebter Seniorenruhesitz etablieren. Die Wohnraumnachfrage steigt – und das macht auch den Immobilienkauf zunehmend reizvoll. Zwei besonders prägnante Beispiele: Bremen und Freiburg.

Bremen: günstiges Zentrum der Metropolregion

Bremen gehört zwar zu einer von insgesamt elf Metropolregionen in Deutschland, jedoch ist der durchschnittliche Mietpreis in der Stadtgemeinde mit 9,53 Euro/m² im Vergleich zu anderen Metropolstädten sehr gering und somit attraktiv für Zuzügler. Gleichzeitig steigen die Immobilienwerte in Bremen kontinuierlich und werden nach aktuellen Prognosen auf einem hohen Niveau bleiben – beste Voraussetzungen also für eine sichere Investition.

Bremens internationale Handelsbeziehungen und renommierten Technologiestandorte machen die Stadt zudem wirtschaftlich interessant. Entsprechend verzeichnet der Bremer Immobilienmarkt Wachstum in allen Bereichen und ist damit auch außerhalb des Bereichs Wohnimmobilien aussichtsreich.

Universitätsstadt Freiburg

Unistädte wie Freiburg oder auch Münster und Kiel verzeichnen ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum. Die Stadt Freiburg gewann allein zwischen 2011 und 2016 neun Prozent mehr Einwohner; insbesondere in den Top-Lagen der Breisgrau-Stadt steigt der Immobilienwert und wird es auf absehbare Zeit auch weiterhin tun. Gleichzeitig steigen die Mieten – sind jedoch mit durchschnittlich 11,24 Euro pro Quadratmeter im Vergleich etwa zu München (20,87 Euro) oder Stuttgart (14,68 Euro) noch sehr niedrig. Vor allem Objekte in guter bis sehr guter Lage sind deswegen eine sichere Investition.

Vorteile der Investition in B-Städte

Der zunächst offensichtlichste Vorzug einer Investition in Immobilien an B-Standorten ist die geringere Käufernachfrage und die damit einhergehenden niedrigeren Kaufpreise und potenziell hohen Nettorenditen. Aus der geringeren Zahl an Kaufinteressenten ergibt sich ein weiterer Vorteil: das Risiko einer Immobilienblase betrifft B-Städte weniger stark, da die Immobilienkaufpreise hier nicht so unverhältnismäßig in die Höhe getrieben sind, wie es in bereits länger boomenden Metropolen der Fall ist. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass auch einige B-Standorte diesem Trend folgen werden und die Immobilienpreise infolgedessen rasant ansteigen.

Risiken einer Investition in B-Standorte

Der Nachteil einer Investition in B-Städte ist, dass ein langfristiges Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung nicht allgemein vorhersagbar ist. Auch wenn der Trend dahin geht, dass viele der größeren B-Standorte deutlich wachsen, ist ein konstantes Wachstum des Immobilienmarktes wie in den großen Metropolen nicht zwangsläufig gewährleistet.

Letztendlich ist die Entscheidung, ob man in Immobilien in B-Städten investieren sollte, eine Frage des Abwägens: die spezifische Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft am Standort muss mit Bezug auf die Trends des lokalen Immobilienmarktes realistisch eingeschätzt und bewertet werden. Gelingt dies, so können aus günstigen Immobilien an B-Standorten sichere und langfristig lukrative Investitionen werden.