Was bedeutet das Geldwäschegesetz?

Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden und treffen Ihren Immobilienmakler. Wieso werden Sie jetzt nach Ihrem Personalausweis gefragt? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, warum ihr Makler der WIB24 ALLES richtig macht und was genau das Geldwäschegesetz bedeutet.

Warum gibt es das Geldwäschegesetz?

Geldwäsche...das kennt Otto Normalverbraucher doch nur aus Hollywood-Filmen mit Mafiabossen, Auftragskillern und anderen skurilen Gestalten. Was genau hat jetzt ein Immobilienmakler damit zu tun?

Keine Angst: die Makler sind die Guten. Die Bundesregierung hat Immobilienmakler über das Geldwäschegesetz (§ 2 Abs. 1 Nr. 10) dazu verpflichtet, bei der Bekämpfung von Schwarzgeldgeschäften mitzuhelfen.

So soll verhindert werden, dass Gelder aus Straftaten in Umlauf gebracht werden. Immobilienmakler sind übrigens nicht die einzige Berufsgruppe, die zur Mithilfe aufgefordert ist. Auch Kreditinstitute, Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler haben das Geldwäschegesetz einzuhalten.

Wann muss das Geldwäschegesetz eingehalten werden?

Die Pflichten zum Geldwäschegesetz sind bereits vor dem Abschluss des Maklervertrages zu erfüllen. Dieser Maklervertrag kann schriftlich, aber auch mündlich erfolgen. Spätestens beim ersten Aufeinandertreffen von Makler und Kunde muss das Geldwäschegesetz berücksichtigt werden, daher werden Sie bei seriösen Maklern, direkt bei Ihrer ersten Besichtigung nach Ihrem Personalausweis gefragt.

Diese Regeln gelten übrigens nur bei Veräußerungsgeschäften. Bei Mietverträgen ist der Makler von der Sorgfaltspflicht des Geldwäschegesetzes entbunden (Quelle: IVD)

Vertragspartner identifizieren

Das Geldwäschegesetz bedeutet, dass der jeweilige Vertragspartner eindeutig zu identifizieren ist. Auf Englisch ist dies das bekannte "Know-Your-Customer-Prinzip" (Kenne deinen Kunden).

Immobilienmakler sind nach dem Geldwäschegesetz dazu verpflichtet, die Identität Ihrer Kunden festzustellen.

Wie wird identifiziert?

Kunden von Immobilienmaklern müssen vor Abschluss des Vertrages ihren Personalausweis vorzeigen. Hier werden dann die Daten wie Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Anschrift, Personalausweisnummer und ausstellende Behörde vermerkt. Am sichersten ist es hier, wenn der Makler eine Kopie des Personalausweises anfertigt.

Bei Firmen wird die Firmenbezeichnung, Rechtsform, Registernummer, Anschrift und Sitz oder Sitz der Hauptniederlassung, sowie der Name des gesetzlichen Vertreters vermerkt.

Das Geldwäschegesetz sieht vor, dass diese Unterlagen fünf Jahre vom Immobilienmakler aufbewahrt werden müssen.

Sind Dritte beteiligt?

Der Immobilienmakler muss prüfen, ob sein Kunde im eigenen wirtschaftlichen Interesse oder für einen Dritten handelt.

Generell sind auch die Informationen über den Geschäftszweck einzuholen.

Helfen Sie ihrem Immobilienmakler

Es ist zunächst ein merkwürdiges Gefühl, sich direkt mit dem Personalausweis vorzustellen, aber dies ist keine persönliche Schikane um Sie zu ärgern.

Fakt ist, dass das Geldwäschegesetz vorgeschrieben ist und sich alle am Kauf der Immobilie beteiligten Personen daran halten müssen.

Bringen Sie einfach Ihren Personalausweis zum ersten Termin mit Ihrem Immobilienmakler mit, zeigen Sie ihn vor und freuen Sie sich dann auf Ihre neue Traumimmobilie.